Veröffentlicht am

Kigali vs Nairobi – Vergleich

Ich lebe noch! Lange nichts mehr geschrieben, muss ich zugeben.

Ich war malwieder in Kenia/Nairobi, da hier Ferien waren. Eigentlich zieht mich so garnichts in diese Stadt, außer meiner Freundin, die dort lebt. “Dabei findet er Kigali doch so schön, warum Nairobi nicht?”, könnte sich manch einer denken. So viel Unterschied kann da doch gar nicht sein, oder?

Doch, kann es. Die beiden Hauptstädte liegen auf der Straße etwa 1200km voneinander entfernt, was schon recht viel ist. Man Unterschätzt die Entfernungen auf dem zweitgrößten Kontinent der Erde gerne. Was mir persönlich als besondere Unterschiede auffällt, möchte ich hier beschreiben. Eines haben jedoch beide Länder gemeinsam: Ein großen Stadt/Land Gefälle, weshalb man von der Stadt nicht auf’s Land schließen kann.

Kigali vs Nairobi – Vergleich weiterlesen

Veröffentlicht am

Ein Tag auf dem Land

Eine Freundin, ursprünglich Nachbarin, studiert mittlerweile Business an der University of Technology and Business in Kigali. Dieses Wochenende ist sie “nach Hause” zu ihrer Tante gefahren, wo ich sie besuchen wollte. Der Ort liegt recht weit abseits der Hauptstraße zwischen Nyanza und Ruhango. Leider habe ich es erneut verpeilt, mir den Namen der Village zu merken, hatte aber noch einen Pin auf Google Maps gesetzt.

Bin dann mit dem Bus von Ruhango richtung Nyanza und etwa auf der Hälfte ausgestiegen. Ab da fahren nur noch Fahrräder und Motos, keine Busse.

Mit meiner digitalen Karte bin ich dann zu zwei Motofahrern hin gegangen. Der erste hatte überhaupt keinen Plan, der zweite hingegangen meinte, er kennt den Ort. Habe ihm da mal vertraut, bin aufgestiegen und wurde ziemlich schnell gefragt, wie er denn nun fahren soll. “Yes, I know the place”, hatte er doch vor einer Minute gesagt? Mit meiner unvollständigen Karte (es sind bei weitem nicht alle Straßen eingezeichnet), sind wir darauf hin vor einem Krankenhaus gelandet, in einer Sackgasse.

Ein Tag auf dem Land weiterlesen

Veröffentlicht am

Vampire in Ruanda (aka Blutspenden)

Vergangenen Donnerstag sind die Leute vom RBC (Rwanda Biomedical Center) zu meiner Schule gekommen, um Blutspenden zu sammeln. Das wurde vorher angekündigt, hab’s nur nicht mitbekommen. So wurde ich davon etwas überrascht.

Ich wusste gar nicht, dass Blutspenden überhaupt hier so eifrig gesammelt werden. Die Ärzte fahren jeden Tag in der Woche von Ort zu Ort, bis in die letzte Ecke; das war das erste, was mich beeindruckt hat. Ich unterhielt mich kurz mit dem Chefarzt, der ziemlich gut Englisch sprach. Er hat wirklich Ahnung davon, das habe ich schnell gemerkt, also entschied ich mich spontan, auch etwas des kostbaren Guts abzugeben.

Vampire in Ruanda (aka Blutspenden) weiterlesen

Veröffentlicht am

Zwischenseminar & Projekt im Projekt

Alle Weltwärts FW müssen etwa zur Halbzeit ein Zwischenseminar absolvieren, bei dem vor allem reflektiert und Vorschläge zu Verbesserungen hervorgebracht werden sollen. Ich habe das Seminar als sehr sinnvoll empfunden. Sich mit den Anderen FW und Anleitern auszutauschen und abends zusammen zu sitzen war auch wirklich schön.

Ich habe bezüglich der Reflektion ja schon ziemlich ausführlich hier geschrieben (vor dem Seminar). Komplett alles aufzuschreiben bekäme ich ohnehin nicht gebacken, deswegen belasse ich das einfach mal, wie es ist.

Eine Sache jedoch: bei uns gab es VIEL weniger Probleme in den Partnerorganisationen zu besprechen, als in den Generationen vor uns. Erstaunlich ist, dass dieser krasser Unterschied von “Alle Projekte problematisch” auf “Alle Projekte gut” gewechselt hat, in nur einem Jahr. Offensichtlich hat man vergangenes Jahr auf dem Seminar gute Arbeit geleistet.

 

Zwischenseminar & Projekt im Projekt weiterlesen

Veröffentlicht am

Bilder vom Queen Elizabeth Nationalpark

Nein, ich habe nicht spontan Urlaub gemacht, die Bilder sind fast drei Monate alt. Irgendwie habe ich es leider verpeilt, diese hochzuladen, Schande über mich.

Das sind nun nur die, die ich mit selbst mit dem Handy gemacht habe. Der Freund, mit dem ich dort war, hat ebenfalls (bessere) Bilder gemacht, die ich hoffentlich noch bekomme. Werden dann nachgereicht.

Bis dahin findet ihr die Bilder wie gewohnt in den Bildergalerien, bzw. über diesen Link: http://weltwaerts.martin-weber.name/bildergalerien/uganda/queen-elizabeth-np/

Veröffentlicht am

Neu: Beiträge ausdrucken

Manch einer liest lieber auf dem Papier, doch bis jetzt war das Drucken ziemlich suboptimal. Die rechte Seite mit meinen Widgets vollgequetscht und die erste Seite ist fast nur Header (Seitenkopf).

Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, befindet sich nun ganz oben über dem Text ein Drucksymbol, das einen auf printfriendly.com weiterleitet, wo man es dann drucken kann. Und zwar ohne unnötige Randinformationen. Das macht es nicht nur leserlicher, sondern schont auch Umwelt und Geldbeutel. Sollte es Probleme geben, schreibt es unter den Beitrag als Kommentar oder an mich per Mail.

Veröffentlicht am

Nachwuchsfreiwillige für Ruhango

Vor ein paar Tagen informierte mich Eliphaz, Vorsitzender meiner Entsendeorganisation (EO), darüber, dass sich leider niemand für das Ruhangoprojekt interessiert, d.h. es hat sich keiner beworben. Wenn ich mit meinem Blog bei jemandem Interesse geweckt habe, schreibt eine E-Mail an info@friends-of-ruanda.org!

Ich würde mich sehr über Nachfolger(innen) für mein Projekt freuen!

Veröffentlicht am

Von 0 auf 100

Letzte Woche berichtete ich von dem schwierigen Start, den ich hatte. Es hat sich deutlich gebessert.

Vergangenen Freitag nahm ich das erste mal am neuen allwöchentlichen Meeting teil. Dieses Meeting dient dazu, die einzelnen Module (sowas wie Unterrichtseinheiten), die unterrichtet werden sollen, zeitlich auf alle Lehrer aufzuteilen. Das hat für mich den Vorteil, dass ich immer genau informiert bin, wann was wo unterrichtet wird und mir selbst einen sehr guten Stundenplan zusammenstellen kann. Das ist natürlich weniger bequem als einen festen Stundenplan für ein Trimester zu haben, aber ich bin ja hier nicht zum schlafen.

Bis jetzt habe ich mit dem neuen System sehr positive Erfahrung gemacht. Die Verteilung der Stunden ging erstaunlich zügig und auch die Module, die wir unterrichten, gefallen mir.

Für den Anfang bin ich in folgenden Modulen eingebunden:

Von 0 auf 100 weiterlesen

Veröffentlicht am

Ein zäher Start

Gut, ganz so zäh wie die Regierungsbildung, in der Deutschland gerade sich befindet, ist es (noch) nicht.

Vergangenen Montag (22. Januar) war der offizielle Start ins neue Jahr an allen Schulen in Ruanda. Ich wurde bereits informiert, dass ich keine Einkehr zurück in den Alltag erwarten kann, dass sich das etwas strecken könnte. Nun, am ersten Tag war etwa ein Drittel der Lehrer und ein noch kleinerer Bruchteil der Schüler anwesend. Unbeeindruckt davon, wurden in den folgenden Tagen immer wieder planerische Meetings gehalten von denen ich nur wenig verstand. Ich suchte mir daher andere Arbeiten wie bspw. unserem Elektriker der Schule (ebenfalls mein Nachbar) zu helfen oder in meinem eigenen Haus die gesamte Installation neu zu verdrahten. Kein Unterricht, viel Arbeits-Beschaffungs-Maßnahmen meinerseits; so lässt sich die vergangene Woche etwa zusammenfassen. Etwas frustrierend war es schon, aber so ist das hier nun mal.

Warum ist das so?

Ein zäher Start weiterlesen