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Abschlussreise auf zwei Rädern

Zum Abschluss meines Aufenthalts wollte ich nochmal so viel wie möglich von Ruanda sehen; jenen Orten die bisher von mir unentdeckt waren. Ein Jahr lang habe ich ein kleines Kärtchen mit mir rumgeschleppt, aber selten dessen Wert in Anspruch genommen: meinen Motorradführerschein. Da kam es recht passend, das Anfang diesen Jahres Motorbiking-Rwanda gestartet ist.

Anmerkung: Motorbiking-Rwanda ist das Business eines guten Freundes, für das ich gerne (freiwillig und unentgeldlich) etwas Werbung mache. Das ändert jedoch nichts an der Objektivität meines Tourberichts.

Motorbiking-Rwanda macht hauptsächlich begleitete Touren durch das ganze Land, hauptsächlich “rundum sorglos Paket” mit Stopps in beliebten Nationalparks oder anderen Sehenswürdigkeiten. Wer will, kann auch komplett auf eigene Faust los und leiht sich nur eins der Motorräder aus. Diesen Service habe ich drei Tage in Anspruch genommen.

Jetzt aber genug Werbung.

 

Übersicht über meine Tour:

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Ich muss gehen. Will ich das auch?

Kleine Anmerkung zum Anfang: mein Blog war in der letzten Woche zwischendurch nicht erreichbar, da ich technisch etwas “umgebaut” habe. Eigentlich sollte nun alles wieder klappen. Wenn doch etwas komisch ist, schreibt mir bitte eine E-Mail an martin.weber97 [ät] t-online.de. Danke.

 

Zwölf Tage habe ich noch. Die Zahl ist so niedrig, dass man sie normalerweise als Wort ausschreibt. Eigentlich sind es nur noch elf, da mein Flieger nur 15 Minuten nach Mitternacht am 4. August geht. Was mir bleibt sind drei Tage Examensbeaufsichtigung und zum Abschluss nochmal jeden besuchen. Von manchen habe ich schon Abschied genommen.

Ich werde vieles hier vermissen. Als erstes fällt mir das traumhafte Wetter, aber auch die Entspanntheit und Abenteuer des ruandischen Lebens ein.

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Neue Bilder

Die zwei kurz zuvor erschienen Beiträge nicht vergessen zu lesen!

Ich habe nochmal Bilder in folgenden Galerien hochgeladen:

  • Kigali
  • Nordprovinz > Musanze
  • Südprovinz > Ruhango & College Bethel
  • Uganda > Lake Bunyonyi

Diese können wie immer über den “Bildergalerien” Menüpunkt aufgerufen werden.

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10 Monate Ruanda – meine Arbeit

Ich habe zwei Beiträge an meinem Tag veröffentlicht. Der andere ist gleich unter diesem.

Zu Beginn dieses Trimesters bin ich für etwa zwei Wochen in ein ziemliches Loch gefallen. Durch den Beginn des Trimesters war mein Stundenplan nicht mehr gültig und ich erledigte “irgendwelche” Arbeit an der Schule spontan. Ich hatte fast keine Verpflichtungen und nach mir gefragt hat man auch nicht viel. Ich bin an dieser großen Schule untergegangen und habe mir eingeredet, dass es so doch eigentlich ganz entspannt, ganz “chillig” war. Trotzdem war ich unzufrieden und einsam. Natürlich dachte ich darüber nach, nochmal mit meinen Kollegen einen Zeitplan auszuarbeiten, aber ich lebte irgendwie von Tag zu Tag und änderte doch nichts. Glücklicherweise kam irgendwann mein Mentor und eine andere Freiwillige von Gisenyi mal vorbei um zu schauen, wie es bei mir so läuft. Er hat mir den Schubs gegeben den ich brauchte. Wir haben zusammen mit den Lehrern gesprochen und über Probleme geredet. Ein paar Tage später hatte ich meinen neuen Stundenplan. Die kommende Woche wurde mir klar, wie sehr ich diesen eigentlich gebraucht habe. Eigentlich wollte ich es mir nicht eingestehen, doch ich brauche einfach eine feste Struktur in meinem Alltag.

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10 Monate Ruanda – was mir so durch den Kopf geht

Ich habe mir zu Ohren kommen lassen, dass es wohl doch einige gab, die sich gefragt haben, was denn mit meinem Blog geschehen ist und ob alles in Ordnung ist. Ja, es ist alles bestens! Und es freut mich sehr, dass es nach 10 Monaten immernoch aktive Leser meines Blogs gibt.

Nun, es ist erneut viel Zeit vergangen und ich nähere mich dem Ende meines Freiwilligendienstes. Manchmal, vor allem wenn ich Bus fahre, schaue ich einfach aus dem Fenster in die Landschaft und denke daran, was für eine schöne Zeit ich hier habe, wie sehr ich Ruanda liebe und wie wenig Zeit mir nur noch bleibt. Manchmal sitze ich abends einsam allein Zuhause und vermisse meine Freunde, Familie, Gewohnheiten, das Essen.

Auch wenn ich mittlerweile einige Freunde hier habe (vorwiegend Ruander) und sehr stolz darauf bin, so ist es mir noch immer nicht gelungen eine dauerhafte Freundschaft in Ruhango oder wenigstens in der Nähe aufzubauen (von Kollegen abgesehen). Oft scheitert es an der Sprachbarriere. Diese Barriere sowie viele andere gibt es in der Hauptstadt Kigali oder anderen Zentren deutlich weniger ausgeprägt. Man merkt die Internationalität dort sehr deutlich.

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Kigali vs Nairobi – Vergleich

Ich lebe noch! Lange nichts mehr geschrieben, muss ich zugeben.

Ich war malwieder in Kenia/Nairobi, da hier Ferien waren. Eigentlich zieht mich so garnichts in diese Stadt, außer meiner Freundin, die dort lebt. “Dabei findet er Kigali doch so schön, warum Nairobi nicht?”, könnte sich manch einer denken. So viel Unterschied kann da doch gar nicht sein, oder?

Doch, kann es. Die beiden Hauptstädte liegen auf der Straße etwa 1200km voneinander entfernt, was schon recht viel ist. Man Unterschätzt die Entfernungen auf dem zweitgrößten Kontinent der Erde gerne. Was mir persönlich als besondere Unterschiede auffällt, möchte ich hier beschreiben. Eines haben jedoch beide Länder gemeinsam: Ein großen Stadt/Land Gefälle, weshalb man von der Stadt nicht auf’s Land schließen kann.

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Ein Tag auf dem Land

Eine Freundin, ursprünglich Nachbarin, studiert mittlerweile Business an der University of Technology and Business in Kigali. Dieses Wochenende ist sie “nach Hause” zu ihrer Tante gefahren, wo ich sie besuchen wollte. Der Ort liegt recht weit abseits der Hauptstraße zwischen Nyanza und Ruhango. Leider habe ich es erneut verpeilt, mir den Namen der Village zu merken, hatte aber noch einen Pin auf Google Maps gesetzt.

Bin dann mit dem Bus von Ruhango richtung Nyanza und etwa auf der Hälfte ausgestiegen. Ab da fahren nur noch Fahrräder und Motos, keine Busse.

Mit meiner digitalen Karte bin ich dann zu zwei Motofahrern hin gegangen. Der erste hatte überhaupt keinen Plan, der zweite hingegangen meinte, er kennt den Ort. Habe ihm da mal vertraut, bin aufgestiegen und wurde ziemlich schnell gefragt, wie er denn nun fahren soll. “Yes, I know the place”, hatte er doch vor einer Minute gesagt? Mit meiner unvollständigen Karte (es sind bei weitem nicht alle Straßen eingezeichnet), sind wir darauf hin vor einem Krankenhaus gelandet, in einer Sackgasse.

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Vampire in Ruanda (aka Blutspenden)

Vergangenen Donnerstag sind die Leute vom RBC (Rwanda Biomedical Center) zu meiner Schule gekommen, um Blutspenden zu sammeln. Das wurde vorher angekündigt, hab’s nur nicht mitbekommen. So wurde ich davon etwas überrascht.

Ich wusste gar nicht, dass Blutspenden überhaupt hier so eifrig gesammelt werden. Die Ärzte fahren jeden Tag in der Woche von Ort zu Ort, bis in die letzte Ecke; das war das erste, was mich beeindruckt hat. Ich unterhielt mich kurz mit dem Chefarzt, der ziemlich gut Englisch sprach. Er hat wirklich Ahnung davon, das habe ich schnell gemerkt, also entschied ich mich spontan, auch etwas des kostbaren Guts abzugeben.

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Zwischenseminar & Projekt im Projekt

Alle Weltwärts FW müssen etwa zur Halbzeit ein Zwischenseminar absolvieren, bei dem vor allem reflektiert und Vorschläge zu Verbesserungen hervorgebracht werden sollen. Ich habe das Seminar als sehr sinnvoll empfunden. Sich mit den Anderen FW und Anleitern auszutauschen und abends zusammen zu sitzen war auch wirklich schön.

Ich habe bezüglich der Reflektion ja schon ziemlich ausführlich hier geschrieben (vor dem Seminar). Komplett alles aufzuschreiben bekäme ich ohnehin nicht gebacken, deswegen belasse ich das einfach mal, wie es ist.

Eine Sache jedoch: bei uns gab es VIEL weniger Probleme in den Partnerorganisationen zu besprechen, als in den Generationen vor uns. Erstaunlich ist, dass dieser krasser Unterschied von “Alle Projekte problematisch” auf “Alle Projekte gut” gewechselt hat, in nur einem Jahr. Offensichtlich hat man vergangenes Jahr auf dem Seminar gute Arbeit geleistet.

 

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