Geschrieben am

Congo Nile Trail

Ich denke dieser Trail (Wanderweg) ist das, worauf ich mich am meisten gefreut habe. Es war auch einer der Beweggründe, warum ich ein Fahrrad kaufte und später wieder verkaufte. Es zu verkaufen war eine gute Entscheidung, denn bei den langen und steilen, holprigen Wegen nach unten, wäre es vermutlich in sich zusammengekracht und ich hätte erstmal im Krankenhaus gelegen. Dabei bin ich doch der, der immer wieder sagt

Wer billig kauft, kauft zweimal

Wie dem auch sei, ich machte mich am Morgen des 8. Januar auf den Weg nach Gisenyi, wo ich bei meinem Mentor Kagabo übernachten wollte. Noch am selben Tag zu starten, hätte zeitlich nicht funktioniert, das wusste ich. Was ich noch nicht genau wusste, ist wie lange die einzelnen Tage sind (effektive Laufzeit) und wo ich eigentlich schlafen werde. Ich kam gegen 16 Uhr mit einiger Verspätung an, da mein Bus auf dem Weg einen platten hatte (weniger als eine Woche später ist ein Reifen unter mir sogar geplatzt, aber in einem anderen Zusammenhang). Den Rest des Tages verbrachte ich mit meinem Mentor und seinem Bruder in guten Unterhaltungen.

Congo Nile Trail weiterlesen

Geschrieben am

Abbruch meiner Mitfreiwilligen

Obwohl ich alles verspätet schreibe, wie ich im vorigen Beitrag schon erwähnte, möchte ich dennoch chronologisch vorgehen.

Daher nun die Info, ohne all zu sehr in die Details zu gehen, möchte ich darüber informieren, dass meine Mitfreiwillige Lisa am 7. Januar überraschend ihren Freiwilligendienst abgebrochen hat. Sie ist bereits zurück in Deutschland.

Davon unabhängig werde ich wie gewohnt in meinem Projekt bleiben, im selben Haus leben und auch sonst ändert sich für meinen Freiwilligendienst nicht viel. Die Entscheidung nun “alleine” zu wohnen, habe ich selbst getroffen. Es gab für mich auch die Option zu den anderen FW nach Gisenyi umzuziehen, was ich jedoch ablehnte. Nicht weil ich sie nicht mag, sondern weil ich hier in Ruhango glücklich und zufrieden bin.

Geschrieben am

Kenia: Rift Valley und Mombasa

Über einen Monat habe ich hier nun nichts mehr geschrieben, ich bin um Entschuldigung. Ich habe nach dem Holiday Exchange viel an der Hauselektrik gewerkelt, bis ich eine Woche später nach Kenia zu meiner Freundin Vivian gereist bin. Meinen Laptop habe ich absichtlich nicht mitgenommen, weshalb ich hier nicht weiterschreiben konnte. Ganze 3 Wochen habe ich dort verbracht.

 

Rift Valley – Iten

Die ersten Tage war ich mit meiner Freundin in Iten – “The Home of Champions” steht dort am Ortseingang auf einem großen Bogen. Wer sich für Weltmeisterschaften im Laufen interessiert, dürfte in dieser Stadt einige Bekannte treffen. Hier, auf 2400m Höhe trainieren die besten Läufer Kenias, doch auch aus vielen anderen Ländern kommen Profis zum Höhentraining. So auch unser niederländischer Gastgeber Koen, der vor 10 Jahren hier her kam und eine Kenianerin heiratete. Zusammen betreiben sie nun eine Unterkunft für Sportler und Urlauber direkt an der Klippe hinunter ins Tal des Rift Valleys (Deutsch: Ostafrikanischer Grabenbruch). Von dort hat man eine Atemberaubend weite Aussicht, weshalb es auch sehr beliebt bei Gleitschirmfliegern ist. Die Behausung liegt direkt am Waldrand, wo weniger als einen Kilometer weiter ein Wasserfall befindet.

Kenia: Rift Valley und Mombasa weiterlesen

Geschrieben am

Holiday Camp (Ferienfreizeit)

War Geil! Auch wenn bis zu unserer Ankunft nicht einmal genau klar war, wo ich überhaupt schlafe.

Das Holiday Camp ist ein alljährlich stattfindendes Ferienprogramm, bei dem die Schüler von meiner Schule zur Schule der anderen Freiwilligen fahren und eine Woche Spaß haben. Kein Unterricht, kein lernen, sind ja Ferien. Unterstützt wird es finanziell von meiner Entsendeorganisation Friends of Ruanda. Natürlich kann nicht jeder teilnehmen, weshalb wir die Schülerzahl leider auf 46 begrenzen müssen.

Dieses Jahr standen u.a. Sport, eine Nachtwanderung, wandern zum Strand, Weihnachtskekse backen, Fahrradfahren lernen, Film gucken und die heißen Quellen bei Rubavu und Theater auf dem Programm. Alles davon war ein Erfolg und ich bin sehr zufrieden, ebenso wie die Schüler. Das Essen war super, die Stimmung durchgehend ausgelassen und es gab keinen Streit. Zumindest keinen, der mir aufgefallen ist. Ein Grund dafür, warum es so locker war, ist mit Sicherheit, dass es zwar einen Zeitplan gab, den wir aber getrost unseren Bedürfnissen angepasst haben. Anstatt irgendwelchen Uhrzeiten nachzuhechten sind wir auf die Schüler eingegangen. Zugegeben, Frühstück um 11h statt 7h30 war dann doch etwas zu spät, aber es war in Ordnung.

Ich möchte gar nicht so sehr auf den Einzelheiten rumreiten. Insgesamt: das Holiday Camp war ein voller Erfolg. Viele Schüler haben gemeint, sie wären gerne noch länger geblieben und dem schließe ich mich an. Hat auf jeden Fall Wiederholungsbedarf!

Geschrieben am

Fahrrad: wieder verkauft

Als eine Mischung “die Schnauze voll gehabt” und “lieber jetzt die Notbremse als sich noch mehr drin zu verrennen” habe ich mein Fahrrad wieder an den Shop verkauft; für 70.000 Rwf. Ja, das sind 35.000 Rwf Verlust.

Hintergrund: Ich komme vom Holidaycamp wieder nach Hause, lade meine Sachen ab und wollte gerade zu einer Freundin fahren, um mal Hallo zu sagen. 100 Meter den Berg hoch blockiert plötzlich mein Hinterrad. Was ich sehe verschlägt mir vor Verwunderung die Sprache und doch bleibe ich ruhig, weil mir solche Probleme nichts neues sind.

Irgendwie hat es das hintere Schaltwerk geschafft in die Speichen zu geraten (wohlgemerkt: keine Unfälle und ich war einfach gerade aus am fahren!), wodurch es sich mit dem Rad nach oben sieht und komplett verbiegt, inklusive der Aufhängung am Rahmen. Obwohl ich langsam gefahren bin (Berg auf), war das Rad so verkeilt, dass ich es ohne Werkzeug nicht mehr los bekommen habe. Nun überlegt mal, dieser Spaß wäre mir irgendwo auf dem Congo Nile Trail passiert.

Fahrrad: wieder verkauft weiterlesen

Geschrieben am

Fahrrad & Nyungwe Forest

Moment mal? War da nicht was mit dem Congo-Nile-Trail?

– doch, war eigentlich geplant

Mein Plan war es, diese Woche mit dem Fahrrad den Trail zu fahren, wofür ich 6 Tage eingeplant hatte, normalerweise braucht man 5. Dafür, aber auch um allgemein endlich nochmal Sport zu machen, habe ich mir ein Fahrrad hier in Ruhango zugelegt. Krachneu, Gangschaltung, Federung für 105.000 Rwf. Soweit hatte alles einen annehmbaren Eindruck gemacht und man hat mir auch 2 Wochen Garantie gegeben (was nicht selbstverständlich ist; gesetzlich ist keine Garantie vorgeschrieben). Innerhalb weniger als einer Woche ging dann der Spaß los; chronologisch:

Fahrrad & Nyungwe Forest weiterlesen

Geschrieben am

Uganda: Queen Elizabeth NP und Chimpansentracking

Diesmal muss ich mich leider etwas kürzer halten, da ich Morgen schon zum Congo Nile Trail starten wollte und noch rein gar nichts geplant habe. An die nun geschockten, die mich als Planungsmensch kennen: ja, hier schreibt immer noch Martin Weber.

Ungefähr genauso spontan wie zum Muhabura, haben David, Lisa und ich uns dazu entschieden, mal zwei Tage in Uganda zu verbringen. Das heißt, wir begleiten David am Anfang einer sechswöchigen Reise durch Ostafrika. Dir wünsche ich viel Spaß, wenn du das liest!

Queen Elizabeth Nationalpark

Inmitten der Hügel, die von Ruanda aus noch weiter Richtung Norden reichen als Teil des Albertine Rift Valleys, erstreckt sich der Queen Elizabeth NP, eine flache Savannenlandschaft! Es ist wirklich eigenartig, wie man von den hohen Hügeln aus auf einmal in diese endlose Weite schaut; als hätte jemand mit einem gigantischen Stempel die Hügel zerdrückt. Genau so abrupt geht es ineinander über. Der Park grenzt direkt an den Eduardsee, der durch den Kazingakanal mit dem Georgsee verbunden wird. Unsere Unterkunft, die günstigste aber sehr schöne Lodge, liegt genau an der Mitte des Kanals und gleichzeitig auch mitten im Parkgebiet.

Uganda: Queen Elizabeth NP und Chimpansentracking weiterlesen

Geschrieben am

Musanze: Höhlen und mein erster 4000er!

Vergangenes Wochenende standen eigentlich nur die Höhlen bei Musanze (im Norden beim Volcanoes NP) auf dem Programm. David, der uns bereits vorher zweimal in Ruhango besuchte, hatte uns dazu eingeladen. Freitag Abend kamen wir in Musanze an und es war schon dunkel. Von seinen anderen Besuchern hörte ich schon, dass mich am nächsten Morgen eine schöne Überraschung erwarten würde. Ich rechnete schon mit einer schönen Aussicht, doch mit dem, was mich morgens um halb 7 erwartete, hatte ich nicht gerechnet: von seiner Veranda aus hat man einen beinahe perfekten Blick geradewegs auf drei große Vulkane; Sabyinyo, Gahinga und Muhabura, wovon letzterer der drittgrößte Berg/Vulkan Ruandas ist mit 4127m (Bilder siehe Galerie). Zum Pech der anderen Langschläfer hat man leider nur 30 Minuten später nichts mehr gesehen – Nebel.

Musanze: Höhlen und mein erster 4000er! weiterlesen

Geschrieben am

Ende der Examen – Anfang der Ferien – Holiday Exchange

Heute, 10.11.17, werden die letzten Examen geschrieben. Nächste Woche haben die Lehrer Zeit, um diese zu korrigieren und es findet kein Unterricht statt. Aus diesem Grund haben wir schon vorläufig frei bekommen. Es kann jedoch trotzdem sein, dass wir nochmal zur Schule zurückgerufen werden, falls wir gebraucht werden. Nach nächster Woche fangen offiziell die Ferien an.

Nun grob zu meiner Planung, was schon so feststeht:

Ende der Examen – Anfang der Ferien – Holiday Exchange weiterlesen