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Wir sind „angekommen“! Und die Zeit rennt davon

Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass der letzte Blogeintrag schon wieder 10 Tage her ist. Mittlerweile vergeht die Zeit hier wie im Flug, leider muss ich sagen. Grund dafür ist wohl, dass meine Mitfreiwillige Lisa und ich nun nicht nur körperlich, sondern auch geistig hier angekommen sind. Das Alltägliche Leben ist keine Herausforderung mehr. Wir wissen wo wir unser Essen kriegen, was es kostet, Moto (Motorrad Taxi) fahren ist kein Problem, genauso wenig wie das Busfahren. Wir haben unseren Stundenplan fertig gestellt, dh. haben einen festen Arbeitsalltag, kennen die Lehrer und wissen an wen wir uns bei welchem Problem wenden können.

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Das Visum (Teil 1 von 3)

Prolog: Berühmt und berüchtigt dafür, dass es gewöhnlicherweise Probleme gibt. Daher wurde uns bereits im voraus ans Herz gelegt, die Anleitung zur Erlangung des Visa P1 sehr genau zu befolgen und auf jeden Fall sämtliche Dokumente mit zu nehmen. Haben wir gemacht.

Sonntag: wir fahren bereits einen Tag vorher nach Kigali, da die Botschaft nur Montag bis Freitag von 9-11 geöffnet hat. Nein, nicht 11 Uhr abends, morgens. Ja richtig, das sind 2 Stunden. Wir verbringen die Nacht im Hotel Saint Paul, etwa 500m von der Botschaft entfernt.

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Umstrukturierung der Fotos!

Wie bereits angekündigt, sind alle Fotos nun auf einer eigenen Seite (zu erreichen über das Menü) in verschiedenen Bildergalerien zusammengefasst und thematisch geordnet. Ganz fertig ist es noch nicht, da wird bestimmt später noch etwas dran gearbeitet. Grundsätzlich werden die Galerien immer zusammen mit dem Blogeinträgen aktualisiert. Die neuesten Bilder sind immer ganz oben in der jeweiligen Galerie.

Den Eintrag zum Visa versuche ich die Tage noch hinzubekommen. Das Leben hier läuft mal wieder schneller, wie ich schreiben kann.

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Einführungsseminar

Einführungsseminar (17.8 – 19.8.)
Dies fand in Kabali statt, einem Dorf bei Rubavu im Westen Ruandas. Erst kurz vor knapp hat man uns darauf hingewiesen, wir sollten doch bitte warme Sachen mitbringen, es sei kalt. Klar, es war Regen gemeldet und wir dachten eine Weste reicht da wohl. Wir begaben uns also zum Bus und es folgten etwa 5 Stunden Fahrt in einem kleinen Bus (Matatu), der eigentlich für 3 Leute pro Reihe ausgelegt ist. Die meiste Zeit waren dies jedoch 4-5 Leute. Es war also recht gemütlich im Bus. Mich hat das nicht so sehr gestört, da ich damit beschäftigt war mir die schöne Landschaft anzuschauen. Obwohl wir nur wenige hundert Kilometer Luftlinie von Ruhango entfernt waren, unterschied sich die Landschaft bereits gewaltig! Da viele Straßen über die Bergketten führen, hat man fast durchgängig eine wunderbare Aussicht.

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Erster richtiger Schultag und Busfahrt nach Muhanga

Der Erste Tag an der Schule!

Nach etwa 15 Minuten Fußweg zur Schule wurden wir wie immer sehr herzlich von den Lehrern empfangen. Hauptprogrammpunkt für den Tag war eine Leistungsüberprüfung in einigen Klassen, um zu sehen, wie viel die Schüler über die Ferien im Kopf behalten haben. Die Klassen waren noch ziemlich dünn bestückt. In dem Raum wo ich war, hätten eigentlich 63 Kinder sitzen sollen, stattdessen waren es 8, dazu später mehr. Der Test (im Fach Elektronik, ich fande ihn ziemlich Anspruchsvoll) wurde dennoch geschrieben und anschließend gingen wir durch mehrere weitere Klassen, wo wir korrigierte Klassenarbeiten von vor den Ferien austeilten. Außerdem wurde mir das Elektrolabor und die beiden Computerräume für die Sekundarstufe gezeigt. Das Elektrolabor ist sehr praxisorientiert und nicht so Baukastenmäßig wie man es hier häufig sieht. Einer der beiden Computerräume ist in einem guten Zustand, der andere wird gerade etwas überholt, da nicht alle Rechner funktionieren. Ich wurde etwa drei mal gefragt, ob ich denn Computer reparieren könne und bejahte. Scheint wohl hier häufiger zu Problemen zu kommen. Ich habe jedenfalls kein Problem mit solchen Reparaturen, ist ja schließlich nicht die Erste.

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Observation week – die Beobachtungswoche

Nach einem wenig Ereignisreichen Wochenende, sollten wir Montag Morgen das erste mal zur Schule kommen. Wir wussten bereits, dass diese Woche noch als „observation week“ (beobachtungs/zuschau-Woche) gilt, das heißt wir schauen erst mal nur zu in der Schule und haben mehr Zeit Zuhause, um uns einzuleben. Wir kamen also um 9 Uhr an, uns wurden ein paar weitere Personen vorgestellt, u.a. Faustin (unser zukünftiger Kinyarwanda Lehrer und Ansprechpartner) und warteten dann auf den Beginn des ersten Meetings der Lehrer nach den Ferien. Dieses dauerte schließlich ganze 3 Stunden und wurde ausschließlich auf Kinyarwanda gehalten. Ist aber auch verständlich, da eigentlich nichts besprochen wurde was uns betrifft und keiner der Lehrer Muttersprachler in Englisch ist. Faustin hat uns aber zwischendurch übersetzt um was es ging.

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Ankunft

Muraho!
Kaum zu glauben, dass es nun schon der zweite Tag hier ist, die Zeit vergeht echt im Flug.

Nach problemlosen 9 Stunden Flug (+3h Wartezit in Istanbul) sind wir am Donnerstag kurz nach Mitternacht gut in Kigali angekommen.
Wir wurden sehr freundlich von Lehrern der beteiligten Schulen empfangen und zum Hotel gebracht, wo wir die erste Nacht verbrachten. Anschließend haben wir kurz nach unserer Ankunft noch Getränke angeboten bekommen, Fotos gemacht und etwas geredet. Ich habe mir ein Mützig geholt, ein in Ruanda gebrautes Bier (der Name täuscht, es ist keine deutsche Firma). Hat sogar ein bisschen was von Bitburger, nur etwas weniger herb, dafür süßer. Die Freiwilligen in Gisenyi/Rubavu haben das Glück, dass Selina, Freiwillige vom letzten Jahr, noch um ein halbes Jahr verlängert hat. Das heißt sie haben einen deutlich leichteren Einstieg.

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Spendenziel erreicht und Details zum Flug

GESCHAFFT

Vergangene Woche, genauer gesagt am 23.6. kam die ausschlaggebende Spende, um das Ziel von 1800€ zu erreichen. Ich möchte allen Spendern ganz herzlich für Ihre Großzügigkeit und Interesse an diesem Projekt danken! Ich bin überglücklich, so ein positives Feedback zu erfahren.

Soweit ist nun also mein Aufenthalt und die grundsätzliche Arbeit an der Schule finanziert. Alles, was nun die 1800€ übersteigt, kann von mir unter Rücksprache mit dem Verein – und am wichtigsten: den Menschen vor Ort – für besondere Projekte genutzt werden. Wofür genau, wird sich in etwa einem halben Jahr zeigen, wenn ich mich in der Gesellschaft eingefunden habe und ich auch schon zusammen mit Lehrern und Schülern Ideen sammeln konnte. Mehr kann und möchte ich daher dazu noch nicht sagen.

 

Zur Ausreise:

Vor kurzem hat uns Eliphaz, der 1. Vorsitzende von FoR, uns per E-Mail die Buchungbestätigung für den Flug geschickt. Ausreise ist also der 9. August. Wir fliegen mit Turkish Airlines über Istanbul nach Kigali und kommen kurz nach Mitternacht dort an, wo wir die erste Nacht in einem Hotel verbringen. Am Folgetag werden wir von Lehrern unserer jeweiligen Einsatzschule abgeholt.

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Kennenlernseminar

Muraho!

Lange drauf gefreut; umso schneller ging es rum.

Vom 19.5. – 21.5. hatten wir unser erstes großes Seminar zusammen, wo wir, d.h. Lisa (meine WG Mitbewohnerin), Kathrin, Daria, Frederieke (Freiwillige in Gisenyi) und Fiona (FW von 13/14 in Ruhango), uns endlich kennengelernt haben! Vorweg: Wir verstehen uns alle sehr gut, sofern man das nach nur einem Wochenende sagen kann.

 

Freitag, 19.5.:

nach etwa 4 ½ Std. Fahrt und mehrmaligem Verlaufen am Stuttgarter Hbf (Beschilderung faktisch nicht existent, überall nur anti-Stuttgart21 Sticker), komme ich am ABZ Gästehaus in Stuttgart Untertürkheim an.

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Nun doch Ruhango & weitere Planungen

Man weiß, dass man lange nichts mehr in seinem Blog geschrieben hat, wenn man nachschauen muss, wo der letzte Beitrag endete.

Dabei ist es gar nicht mal so lange her, seit dem letzten Beitrag (gut, etwa zwei Monate), doch es hat sich wieder sehr viel getan!

Erstens: Alles was ich zuvor über Gisenyi als Einsatzstelle gesagt habe ist falsch. Also, nicht ganz. Ich werde lediglich nun doch nach nach Ruhango gehen, also die eigentliche Einsatzstelle, auf die ich mich beworben hatte. Grund ist, dass sich eine Mitfreiweillige gefunden hat: Lisa. Wir beide werden also ab August dort in einer WG wohnen.

Zweitens: Es gibt nun eine sehr genaue Planung bis zur Ausreise, die da wäre:

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