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10 Monate Ruanda – was mir so durch den Kopf geht

Ich habe mir zu Ohren kommen lassen, dass es wohl doch einige gab, die sich gefragt haben, was denn mit meinem Blog geschehen ist und ob alles in Ordnung ist. Ja, es ist alles bestens! Und es freut mich sehr, dass es nach 10 Monaten immernoch aktive Leser meines Blogs gibt.

Nun, es ist erneut viel Zeit vergangen und ich nähere mich dem Ende meines Freiwilligendienstes. Manchmal, vor allem wenn ich Bus fahre, schaue ich einfach aus dem Fenster in die Landschaft und denke daran, was für eine schöne Zeit ich hier habe, wie sehr ich Ruanda liebe und wie wenig Zeit mir nur noch bleibt. Manchmal sitze ich abends einsam allein Zuhause und vermisse meine Freunde, Familie, Gewohnheiten, das Essen.

Auch wenn ich mittlerweile einige Freunde hier habe (vorwiegend Ruander) und sehr stolz darauf bin, so ist es mir noch immer nicht gelungen eine dauerhafte Freundschaft in Ruhango oder wenigstens in der Nähe aufzubauen (von Kollegen abgesehen). Oft scheitert es an der Sprachbarriere. Diese Barriere sowie viele andere gibt es in der Hauptstadt Kigali oder anderen Zentren deutlich weniger ausgeprägt. Man merkt die Internationalität dort sehr deutlich.

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Kigali vs Nairobi – Vergleich

Ich lebe noch! Lange nichts mehr geschrieben, muss ich zugeben.

Ich war malwieder in Kenia/Nairobi, da hier Ferien waren. Eigentlich zieht mich so garnichts in diese Stadt, außer meiner Freundin, die dort lebt. “Dabei findet er Kigali doch so schön, warum Nairobi nicht?”, könnte sich manch einer denken. So viel Unterschied kann da doch gar nicht sein, oder?

Doch, kann es. Die beiden Hauptstädte liegen auf der Straße etwa 1200km voneinander entfernt, was schon recht viel ist. Man Unterschätzt die Entfernungen auf dem zweitgrößten Kontinent der Erde gerne. Was mir persönlich als besondere Unterschiede auffällt, möchte ich hier beschreiben. Eines haben jedoch beide Länder gemeinsam: Ein großen Stadt/Land Gefälle, weshalb man von der Stadt nicht auf’s Land schließen kann.

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Kenia: Rift Valley und Mombasa

Über einen Monat habe ich hier nun nichts mehr geschrieben, ich bin um Entschuldigung. Ich habe nach dem Holiday Exchange viel an der Hauselektrik gewerkelt, bis ich eine Woche später nach Kenia zu meiner Freundin Vivian gereist bin. Meinen Laptop habe ich absichtlich nicht mitgenommen, weshalb ich hier nicht weiterschreiben konnte. Ganze 3 Wochen habe ich dort verbracht.

 

Rift Valley – Iten

Die ersten Tage war ich mit meiner Freundin in Iten – “The Home of Champions” steht dort am Ortseingang auf einem großen Bogen. Wer sich für Weltmeisterschaften im Laufen interessiert, dürfte in dieser Stadt einige Bekannte treffen. Hier, auf 2400m Höhe trainieren die besten Läufer Kenias, doch auch aus vielen anderen Ländern kommen Profis zum Höhentraining. So auch unser niederländischer Gastgeber Koen, der vor 10 Jahren hier her kam und eine Kenianerin heiratete. Zusammen betreiben sie nun eine Unterkunft für Sportler und Urlauber direkt an der Klippe hinunter ins Tal des Rift Valleys (Deutsch: Ostafrikanischer Grabenbruch). Von dort hat man eine Atemberaubend weite Aussicht, weshalb es auch sehr beliebt bei Gleitschirmfliegern ist. Die Behausung liegt direkt am Waldrand, wo weniger als einen Kilometer weiter ein Wasserfall befindet.

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Reise nach Kenia/Nairobi (über Uganda)

Ich hatte es also doch geschafft. Kurz vor knapp noch den Pass bekommen und gepackt, bin ich um 16:30 in den Bus nach Nairobi gestiegen. Insgesamt dauert die Reise etwa 24 Stunden, wobei die Pausen nicht genau festgelegt sind und wohl nie länger als eine halbe Stunde dauern. Ich dachte es wird richtig lang und anstrengend, doch dem war eigenartigerweise überhaupt nicht so. 14 Stunden nach Südfrankreich mit dem Auto empfand ich als schlimmer.

2 Stunden nach Fahrtbeginn kamen wir an der Ugandisch-Ruandischen Grenze an. Wie am Äquator so üblich war es natürlich schon dunkel und die Straßenlaternen haben auch nicht funktioniert. Wäre auch nicht so schlimm gewesen, wenn ich wenigstens gewusst hätte, wo ich überhaupt hin muss. Daher meine Erklärung für alle, die es später auch mal betrifft:

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