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Holiday Camp (Ferienfreizeit)

War Geil! Auch wenn bis zu unserer Ankunft nicht einmal genau klar war, wo ich überhaupt schlafe.

Das Holiday Camp ist ein alljährlich stattfindendes Ferienprogramm, bei dem die Schüler von meiner Schule zur Schule der anderen Freiwilligen fahren und eine Woche Spaß haben. Kein Unterricht, kein lernen, sind ja Ferien. Unterstützt wird es finanziell von meiner Entsendeorganisation Friends of Ruanda. Natürlich kann nicht jeder teilnehmen, weshalb wir die Schülerzahl leider auf 46 begrenzen müssen.

Dieses Jahr standen u.a. Sport, eine Nachtwanderung, wandern zum Strand, Weihnachtskekse backen, Fahrradfahren lernen, Film gucken und die heißen Quellen bei Rubavu und Theater auf dem Programm. Alles davon war ein Erfolg und ich bin sehr zufrieden, ebenso wie die Schüler. Das Essen war super, die Stimmung durchgehend ausgelassen und es gab keinen Streit. Zumindest keinen, der mir aufgefallen ist. Ein Grund dafür, warum es so locker war, ist mit Sicherheit, dass es zwar einen Zeitplan gab, den wir aber getrost unseren Bedürfnissen angepasst haben. Anstatt irgendwelchen Uhrzeiten nachzuhechten sind wir auf die Schüler eingegangen. Zugegeben, Frühstück um 11h statt 7h30 war dann doch etwas zu spät, aber es war in Ordnung.

Ich möchte gar nicht so sehr auf den Einzelheiten rumreiten. Insgesamt: das Holiday Camp war ein voller Erfolg. Viele Schüler haben gemeint, sie wären gerne noch länger geblieben und dem schließe ich mich an. Hat auf jeden Fall Wiederholungsbedarf!

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Wir sind “angekommen”! Und die Zeit rennt davon

Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass der letzte Blogeintrag schon wieder 10 Tage her ist. Mittlerweile vergeht die Zeit hier wie im Flug, leider muss ich sagen. Grund dafür ist wohl, dass meine Mitfreiwillige Lisa und ich nun nicht nur körperlich, sondern auch geistig hier angekommen sind. Das Alltägliche Leben ist keine Herausforderung mehr. Wir wissen wo wir unser Essen kriegen, was es kostet, Moto (Motorrad Taxi) fahren ist kein Problem, genauso wenig wie das Busfahren. Wir haben unseren Stundenplan fertig gestellt, dh. haben einen festen Arbeitsalltag, kennen die Lehrer und wissen an wen wir uns bei welchem Problem wenden können.

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Erster richtiger Schultag und Busfahrt nach Muhanga

Der Erste Tag an der Schule!

Nach etwa 15 Minuten Fußweg zur Schule wurden wir wie immer sehr herzlich von den Lehrern empfangen. Hauptprogrammpunkt für den Tag war eine Leistungsüberprüfung in einigen Klassen, um zu sehen, wie viel die Schüler über die Ferien im Kopf behalten haben. Die Klassen waren noch ziemlich dünn bestückt. In dem Raum wo ich war, hätten eigentlich 63 Kinder sitzen sollen, stattdessen waren es 8, dazu später mehr. Der Test (im Fach Elektronik, ich fande ihn ziemlich Anspruchsvoll) wurde dennoch geschrieben und anschließend gingen wir durch mehrere weitere Klassen, wo wir korrigierte Klassenarbeiten von vor den Ferien austeilten. Außerdem wurde mir das Elektrolabor und die beiden Computerräume für die Sekundarstufe gezeigt. Das Elektrolabor ist sehr praxisorientiert und nicht so Baukastenmäßig wie man es hier häufig sieht. Einer der beiden Computerräume ist in einem guten Zustand, der andere wird gerade etwas überholt, da nicht alle Rechner funktionieren. Ich wurde etwa drei mal gefragt, ob ich denn Computer reparieren könne und bejahte. Scheint wohl hier häufiger zu Problemen zu kommen. Ich habe jedenfalls kein Problem mit solchen Reparaturen, ist ja schließlich nicht die Erste.

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Observation week – die Beobachtungswoche

Nach einem wenig Ereignisreichen Wochenende, sollten wir Montag Morgen das erste mal zur Schule kommen. Wir wussten bereits, dass diese Woche noch als “observation week” (beobachtungs/zuschau-Woche) gilt, das heißt wir schauen erst mal nur zu in der Schule und haben mehr Zeit Zuhause, um uns einzuleben. Wir kamen also um 9 Uhr an, uns wurden ein paar weitere Personen vorgestellt, u.a. Faustin (unser zukünftiger Kinyarwanda Lehrer und Ansprechpartner) und warteten dann auf den Beginn des ersten Meetings der Lehrer nach den Ferien. Dieses dauerte schließlich ganze 3 Stunden und wurde ausschließlich auf Kinyarwanda gehalten. Ist aber auch verständlich, da eigentlich nichts besprochen wurde was uns betrifft und keiner der Lehrer Muttersprachler in Englisch ist. Faustin hat uns aber zwischendurch übersetzt um was es ging.

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