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Der Umzug

Vor ein paar Wochen berichtete ich darüber, dass wir vermutlich umziehen müssen: http://weltwaerts.martin-weber.name/2017/09/wir-sind-ent-angekommen/.

Vorgeschichte

Dazu ist es nun tatsächlich gekommen, allerdings möchte ich die Hintergründe nochmal klarstellen, da es einige Missverständnisse gab:

  • Unsere Schule hatte, seit sie Freiwillige aufnimmt, durchgängig Probleme mit der Unterkunft. Insgesamt gab es vor uns schon vier Umzüge und die Vorfreiwilligen Till und Gregor haben sogar den ersten Monat im Hotel verbringen müssen. Auch bei unserem letzten Haus gab es Probleme, auf die ich hier aber nicht genau eingehe (ich muss ja auch nicht alles öffentlich schreiben)
  • Um diese Probleme zu lösen, hat der Träger der Schule, APARUDE, ein Grundstück mit einem Haus für die Freiwilligen und ein paar umliegenden Räumen gekauft, in denen Lehrer wohnen. Das stand schon fest (und somit auch der Umzug), bevor wir hier überhaupt ankamen!

Leider wurden wir von allen Seiten was das betrifft ziemlich im Dunkeln gelassen; wir haben schlicht und einfach keinen Grund gesehen warum wir umziehen sollen und uns gewehrt. Das ging so weit, dass wir irgendwann Eliphaz eingeschaltet haben, der es auch erst nicht nachvollziehen konnte, bis er mal mit dem APARUDE Vorsitzenden Jean Marie gesprochen hat. Schließlich erhalten wir eine E-Mail, in der er uns die wahren Gründe nennt und bedauert, das uns keiner informiert hat. Alles klar, kein Problem, jetzt macht es endlich Sinn. Hätte man uns direkt darüber in Kenntnis gesetzt, hätten wir uns natürlich auch nicht gewehrt, schließlich hat ein eigenes Haus auch seine Vorteile.

 

Umzug

Donnerstag, 28.9.2017: Uns bleiben noch zwei Tage, die wir laut Mietvertrag im alten Haus wohnen dürfen, dabei haben wir noch nicht einmal unsere Sachen gepackt oder geputzt. In der Regel zieht man hier immer Abends um, wenn es schon dunkel ist, was Teil der Kultur ist. Den genauen Grund kenne ich nicht, aber ich halte es für wahrscheinlich, dass man nicht zeigen will/soll, was man hat. Gleiches gilt für essen auf der Straße, was man auch nicht tun sollte.

Da ich hier aufgrund des Tag-/Nachtrythmus, den ich mir hier angewöhnt habe immer sehr früh aufstehe, bin ich bereits um 7 Uhr am packen. Lisa, die ihren Langschläferrythmus (versucht) beizubehalten wollte etwas später anfangen. Um 8:20 ruft mich unser Hausmeister Joel an und informiert uns darüber, dass wir früher anfangen müssen, weil er auf eine Beerdigung muss. Er wäre dann so gegen 9 Uhr da, also in 40 Minuten. Etwas überrascht und in Eile gehe ich rüber zu Lisa um sie zu wecken. Davon ist sie natürlich überhaupt nicht begeistert. Mit 10 Minuten Verspätung kommt Joel an und hilft uns beim Packen, womit wir um 11 Uhr fertig waren.

Darauf hin geht er wieder los uns organisiert ein Auto mit Helfern, um die Sachen einen Kilometer weiter zum neuen Haus zu fahren. Erstaunlicherweise haben wir es hinbekommen, mit gerade mal zwei Fahrten alles zu transportieren (Auto war ein Toyota Hilux Pickup)! Was mich auch gewundert hat, ist das der Fahrer einen Umweg über holprige Straße genommen hat, um zu vermeiden auf der Hauptstraße gesehen zu werden. Warum das notwendig war, weiß ich nicht.

Ab 1 Uhr haben wir begonnen mit dem Auspacken, was wir bis spät Abends noch gemacht haben.

 

Nachbereitung

Wie ich schon erwähnt habe, hatten wir noch keine Zeit unser Haus zu putzen, weshalb ich um 7 Uhr schon bei unserem alten Haus war um ebendies nachzuholen. Denn: um 9 Uhr sollte schon die neue Mieterin kommen, um sich das Haus anzusehen.

Bis um 10 Uhr haben wir, das heißt meine ehemalige Nachbarin und ich das Haus grundgereinigt. Glücklicherweise verspätete sich die potentielle neuen Mieterin genau so viel, dass wir gerade fertig wurden. Überraschung: sie ist weiß, eine Amerikanerin. Irgendwie scheint das Haus das typische Muzungu Haus in Ruhango zu sein.

 

Bilder vom neuen Haus habe ich als neue Galerie hochgeladen.

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